Tagungen 2008

06-08.12.2008

36. Österreichische Linguistik-Tagung (ÖLT) in Wien

verbal-Workshops:


1. Sprache und Unterricht (Programm & Abstracts PDF)

Organisiert von Julia Hüttner und Angelika Rieder-Bünemann,
Institut für Anglistik, Universität Wien

 

Termin: 6. Dezember

„Sprache und Unterricht“ erscheinen untrennbar miteinander verbunden, und zwar einerseits in der allgemeinen Verknüpfung von Lernen mit sprachlichen Äußerungen, und andererseits im expliziten Sprachunterricht, den die meisten europäischen Kinder im schulischen Umfeld erhalten. Aus diesen beiden Blickwinkeln ergeben sich zwei forschungsrelevante Interessensgebiete, und zwar:

- Unterrichtsdiskurs (im Klassenzimmer, im Hörsaal, in schulischen/studentischen Texten, etc.)

- Sprachunterricht (in der Erstsprache, z.B. als ‚literacy training', in der Zweitsprache und in verschiedenen Fremdsprachen; im Fachsprachenbereich)

Dieser Workshop setzt sich zum Ziel, Forschungsarbeiten aus den Bereichen Unterrichtsdiskurs und Sprachunterricht vorzustellen, deren Ergebnisse zu diskutieren, sowie Perspektiven für die zukünftige pädagogische Praxis zu erörtern.

Im Kontext dieses Workshops ist auch das erste Koordinationstreffen zur Gründung eines multilingualen Sprachlehrendenverbands in Österreich geplant (Abend des 06.12.).

julia.isabel.huettner@univie.ac.at

angelika.rieder@univie.ac.at

!!! Im Anschluss an diesen Workshop findet folgende Veranstaltung statt: !!!

"Besser gemeinsam  -  gemeinsam besser? Diskussionsveranstaltung über einen multilingualen Sprachlehrendenverband in Österreich"
(Veranstaltungsbeschreibung PDF)

 

2. Biographische Zugänge in der Sprachwissenschaft

Organisiert von Brigitta Busch, Hans-Jürgen Krumm in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe ‚Spracherleben’

Einleitungsreferat: Rita Franceschini, Rektorin der Freien Universität Bozen

Termin: 7. Dezember

Seit den 1980er Jahren erfahren biografische Methoden in der qualitativen Sozialforschung - wie etwa in der Beschäftigung mit erzählter Geschichte - ein Wiederaufleben. In der Sprachwissenschaft erscheinen in den letzten Jahren zunehmend Arbeiten aus der Mehrsprachigkeitsforschung bzw. aus der Spracherwerbsforschung, die sich auf biographische Zugänge wie lebensgeschichtliches Erzählen, Auswerten von Tagebüchern oder (literarischen) Aufzeichnungen stützen. In unserem Workshop sollen sowohl aktuelle Projekte vorgestellt als auch methodologische und erkenntnistheoretische Fragen diskutiert werden.

Weitere Informationen auf der Homepage der Forschungsgruppe Spracherleben: http://www.cis.or.at/spracherleben/news.html

brigitta.busch@uni-klu.ac.at

hans-juergen.krumm@univie.ac.at

sprachbiografien.oelt2008@forschungsraum.net

 

3. Sprache und Migration: (Programm PDF, Abstracts PDF)

 

Organisiert von Rudi de Cillia, Klaus-Börge Boeckmann, Katharina Brizic

Termin: 6. Dezember

Der WS bezweckt eine Vernetzung aller im Bereich Migrationsforschung tätigen LinguistInnen, die eingeladen werden, aktuelle und jüngst abgeschlossene Forschungen im Bereich Sprache und Migration vorzustellen.

katharina.brizic@chello.at

rudolf.de-cillia@univie.ac.at

klaus-boerge.boeckmann@univie.ac.at

 

 

4. DYLAN meets LINEE - Aspekte der Mehrsprachigkeit in Europa (Programm DOC)

 

Organisiert von Barbara Seidlhofer, Rosita Schjerve-Rindler, Ruth Wodak, Michal Krzyzanowski;
in Zusammenarbeit mit Daniela Dorner, Eva Vetter, Heike Böhringer, Cornelia Hülmbauer

Termin: 6. Dezember (nachmittags)

Die sprachliche Vielfalt als europäische Realität stellt zugleich Chance und Herausforderung in unserer wissensbasierten Gesellschaft dar. Dieser Tatsache wird auch von Seiten der EU zunehmend Beachtung geschenkt.Seit Herbst 2006 beschäftigen sich im Zuge des 6. Rahmenprogrammes die zwei internationalen Forschungsprojekte DYLAN 
(Language Dynamics and Management of Diversity) und LINEE (Languages in a Network of European Excellence) mit verschiedensten Phänomenen der Mehrsprachigkeit und den theoretischen sowie methodologischen Voraussetzungen für deren Analyse. Die Universität Wien ist in beiden Projekten mit Forschungsteams vertreten (das Institut für Anglistik in DYLAN und das Institut für Romanistik in LINEE) und macht sich diese Position als Schnittstelle für projektübergreifende Kooperation zu Nutze.

Dieser Workshop dient zum einen der Präsentation und Gegenüberstellung von DYLAN und LINEE und soll zum anderen anhand ausgewählter Foki (zum Beispiel Sprachpolitik, Englisch als Lingua Franca, Mehrsprachigkeit auf supranationaler, nationaler und regionaler Ebene) Einblick in die inhaltliche Arbeit der beiden Projektteams bieten.

barbara.seidlhofer@univie.ac.at

rosita.schjerve-rindler@univie.ac.at

https://webmail.univie.ac.at/src/compose.php?send_to=rosita.schjerve-rindler%40univie.ac.at dan.dorner@univie.ac.at 

eva.vetter@univie.ac.at

Mehr Information zu den Projekten:

DYLAN: „Dynamique des langues et gestion de la diversité“ / „Dynamik und Handhabung der Sprachenvielfalt“ / Language dynamics and management of diversity"

DYLAN ist ein integriertes Projekt, mit einer Laufzeit von fünf Jahren, das 20 Forschungseinrichtungen aus 13 europäischen Ländern vereint.

„Ziel des Projektes DYLAN ist es die Bedingungen zu identifizieren, unter denen die Sprachenvielfalt Europas einen Vorteil für die Entwicklung von Wissen und Ökonomie darstellt.“ siehe www.dylan-project.org/Dylan_de/home/home.php

LINEE: „Languages in a Network of European Excellence“

„Ziel von LINEE ist es, die sprachliche Vielfalt in einer kohärenten und interdisziplinären Vorgehensweise zu untersuchen, indem ein innovatives und nachhaltiges wissenschaftliches Netzwerk aufgebaut wird, das die wissenschaftliche Fragmentierung in Europa überwinden und ein weltweit qualitativ hochwertiges und wissensbasiertes Referenznetzwerk sein soll.“ (siehe http://www.linee.info/)

 

5. CLARIN Projekt - KickOff Meeting (Programm PDF)

Organisiert von Gerhard Budin

gerhard.budin@univie.ac.at

Termin: 5. Dezember

 

6.  Medizinische Kommunikation: Schmerz- und Krankheitsdarstellung, Patientenbeteiligung und Transkulturalität (Programm PDF, Abstract PDF)

Organisiert von Marlene Sator, Johanna Lalouschek, Martin Reisigl, Florian Menz (Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien)

Termin: 6.12. und 7.12.

In diesem Workshop sollen aktuelle, datenorientierte Arbeiten und (laufende) Forschungsvorhaben aus dem Bereich der medizinischen Kommunikation präsentiert und diskutiert werden. Schwerpunkte sollen dabei folgende Bereiche bilden:

- Schmerz- und Krankheitsdarstellungen in verschiedenen medizinischen Gesprächskontexten, wie z.B. n ärztlichen Gesprächen, Gesprächen unter Pflege- personal, Team- und Übergabegesprächen, nicht-medizinischen Interviews, etc.

- Die Beteiligung von PatientInnen an Diagnosefindung, Erarbeitung von und Entscheidung über Therapie- und Behandlungspläne, etc.

- kulturelle Aspekte medizinischer Kommunikation wie kulturspezifische Krankheits- und Schmerz-konzepte, Vermittlungsprobleme in Gesprächen mit PatientInnen mit Migrationshintergrund, etc.

- Aspekte der Didaktisierung und Vermittlung gesprächsforscherischer Erkenntnisse für das medizinische Anwendungsfeld

 

Sektionen auf der ÖLT:

Onomastik (.doc)

Historische Linguistik (PDF)

24.-29.08.08 AILA Konferenz in ESSEN

24. - 29.08.2008

AILA Konferenz in ESSEN

http://www.aila2008.org/